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Thorsten Freudenberger / Platz 1

Nersingen Unterfahlheim, 40, verh., 1 Kind, Oberstudienrat, Kreisrat Vorsitzender CSU-Kreisverband und CSU-Kreistagsfraktion, Vorsitzender des BLSV - Sportkreises Neu-Ulm, Mitglied im Kuratorium der Sparkassen-Bürgerstiftung

Mit Leidenschaft für unseren Landkreis


Interview mit dem Landratskandidaten

Herr Freudenberger, wie geht`s denn so als Landratskandidat?
Prima! Seit meiner Nominierung bin ich noch mehr unterwegs als zuvor. Gespräche, persönliche Begegnungen und verschiedenste Veranstaltungen stehen seither täglich in meinem Kalender. Politik macht mir einfach Freude und ich profitiere von den Meinungen und Ideen der Menschen, die ich aufgreifen kann. Was mir – bei aller Belastung - immer wieder hilft, sind der Zuspruch und die vielen Zeichen der Unterstützung, über die ich mich sehr freue.

Wie sah denn ihr Weg in die Politik aus?
Erinnern kann ich mich an eine Veranstaltung mit Franz Josef Strauß auf der Vöhringer Heimatwoche, die ich 1986 als Dreizehnjähriger live erlebt habe. Später war ich Schülersprecher am Illertal-Gymnasium. Im Jahr 1991 bin ich dann der Jungen Union beigetreten. Die Strauß-Rede hatte offenbar gewirkt.

In der Zwischenzeit gelten Sie als recht erfahrener, etablierter und bestens vernetzter CSU-Politiker!
Das kann ich nicht beurteilen, das sollen andere tun. Richtig ist, dass ich in der Jungen Union sehr viele Erfahrungen sammeln konnte, zuletzt als Chef der JU Schwaben. Seit 2009 führe ich den CSU-Kreisverband Neu-Ulm. Dass dabei Kontakte und persönliche Bindungen entstehen, ergibt sich von selbst. Ilse Aigner, Markus Söder, Alexander Dobrint oder Markus Ferber kenne ich alle aus gemeinsamen Tagen in der Jungen Union. Eine Stärke der CSU ist es, als bayerische Partei auf allen Ebenen, von den Kommunen über den Bezirk, das Land und den Bund bis hin zu Europa, bestens vernetzt und vertreten zu sein.

Was befähigt Sie denn für das Amt des Landrats?
Politik verstehe ich als Dienst am Menschen. Gute und erfolgreiche Politik ist immer darauf ausgerichtet, Lebensqualität zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk muss sie auf die Schwachen und Hilfsbedürftigen legen. Als Landrat sollte man daher ein hohes Maß an sozialer Kompetenz mitbringen. „Politik heißt Dienst am Menschen“. Ich hoffe, dass ich diese in meiner Familie, im täglichen beruflichen Umgang mit jungen Menschen, aber auch in meinem langjährigen politischen Engagement mitbekommen habe. Weiterhin ist die Sachkompetenz sehr wichtig. Als Politiker musst du heute ein Allrounder sein und dich schnell in neue Themen wie Klimawandel, Gesundheitswesen oder Digitalisierung einarbeiten können. Seit 2002 bin ich Kreisrat, seit 2008 führe ich die CSU-Kreistagsfraktion. Daher traue ich mich zu sagen, dass ich die kreispolitischen Themenfelder drauf habe. Jedenfalls hat mir Inkompetenz noch nie jemand vorgeworfen, nicht einmal die politische Konkurrenz.

Wie sieht Ihr persönlicher Blick auf den Landkreis Neu-Ulm aus?
Da denke ich zunächst einmal an viele schöne Orte, die ich von klein auf kenne oder in ausgedehnten Radtouren entdeckt habe. Besonders gut gefällt es mir an unseren Seen, an den Flüssen Iller, Donau und Roth, in den Klöstern Elchingen und Roggenburg oder auch in unseren sehenswerten Kreismuseen. Es ist schön bei uns. Wir haben alles, was man gemeinhin braucht. Starke Wirtschaft, beste Bildungschancen, flächendeckende Gesundheitsversorgung, intakte Umwelt, aktives Vereinsleben und sozialer Zusammenhalt sind Stichworte, die mir spontan einfallen. Selbstverständlich steht auch der Landkreis Neu-Ulm vor Zukunftsherausforderungen, aber wir können froh und dankbar sein, in einer starken Region zu leben. Studien sehe ich ja immer mit großer Vorsicht. Aber dass wir im Landkreis Neu-Ulm angeblich zu den glücklichsten Deutschen gehören sollen, hat mich dann doch zustimmend schmunzeln lassen.

Wie ist ihr Verhältnis zum amtierenden Landrat Erich Josef Geßner?
Als ich in Vöhringen aufgewachsen bin, war er für mich - entsprechend der Brillenmode der 70er-Jahre - der „Mann mit der markanten Brille“ und halt einfach „mein Bürgermeister“ – stets souverän, engagiert und erfolgreich. „Es ist schön bei uns!“. Dass wir später einmal so engen Kontakt haben würden wie heute, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Seit Jahren arbeiten Landrat Geßner und ich als Fraktionsvorsitzender bestens, vertrauensvoll und hoch effektiv zusammen. Die Ära Geßner ist eine Erfolgsgeschichte, die ich gerne weiterschreiben möchte, wenn ich dafür das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger erhalte. Auch menschlich haben wir uns immer hervorragend verstanden. Seine Initiative, mich als Landratskandidaten vorzuschlagen, war für mich ein ganz besonderes Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens.

Auf was kommt es in Zukunft an?
Es gilt zunächst einmal den demografischen Wandel, die Tatsache also, dass künftig weniger jüngere, aber mehr ältere Menschen bei uns leben werden, zu gestalten. Daraus ergeben sich zentrale Zukunftsaufgaben. Zu nennen sind: Vielfältige Kinderbetreuungsangebote, hervorragende Bildungseinrichtungen, bezahlbares Bauen und Wohnen, attraktive Arbeitsplätze, optimale medizinische Versorgung und Pflege. Weiterhin müssen wir als Landkreis Neu-Ulm attraktiv sein, damit Menschen hier bleiben bzw. zu uns kommen. Dies gelingt uns, wenn wir die mittelständische Wirtschaft sowie das Handwerk stärken, den Öffentlichen Personennahverkehr flächendeckend attraktiv gestalten sowie unsere Natur und Umwelt erhalten. Unserer globalen Verantwortung werden wir nur durch lokales Handeln gerecht. Der Landkreis muss einen eigenen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Energiewende leisten. Auch die Digitalisierung, d.h. zum Beispiel die Versorgung mit schnellem Internet, muss unsere gute Verkehrsinfrastruktur in moderner Form ergänzen. Letztlich geht es um eine Regionalisierung, die Wiederentdeckung der Heimat, die sich in der besseren Vermarktung regionaler Produkte, dem Engagement in unseren Vereinen oder in einer Stärkung der heimatlichen Identität ausdrückt. Am Ende etwas ganz „Schwäbisches“: Solide Finanzen liegen mir sehr am Herzen. Wer dauerhaft mehr ausgibt als er hat, versündigt sich an den künftigen Generationen.

Was macht Thorsten Freudenberger privat?
Am liebsten auch einfach mal nichts! Im Ernst: Wer viel arbeitet und ständig unterwegs ist, muss auch Erholung und Ruhe finden. Mit dem völligen Nichtstun habe ich es aber nicht ganz so. Daher genieße ich die Zeit gerne mit meiner lieben Frau Daniela und unserem bald zweijährigen Sohn Toni, dem immer was einfällt, um den Papa zu beschäftigen. „Generationengerechtigkeit ist mir wichtig!“ Meine Familie, zu der auch meine Mutter zählt, gibt mir Kraft und Geborgenheit. Ohne Lesen und Sport geht es nicht! Laufen, Mountainbiken, Rennrad und Ski fahren machen mir Riesenspaß. Außerdem liebe ich Museen und schöne Musik, von den Toten Hosen bis zu den Philharmonischen Konzerten in Ulm. Nicht zu vergessen der Fußball: Daumen werden hier regelmäßig für einen großen Verein aus München und für einen kleinen aus Berlin gedrückt.

Zur Person

geb. 1973, verheiratet mit Daniela Freudenberger, Sohn Toni
Schul- und Jugendzeit in Vöhringen und Bellenberg

Schule und Beruf

1992 Abitur am Illertal-Gymnasium Vöhringen
1993 Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Augsburg

  • Stipendiat der Begabtenförderung der Hanns-Seidel-Stiftung (1994-1999)
  • Assistenz in einem mittelständischen Unternehmen (1997-2001)
  • Praktikum im Leitungsstab des Bundesministeriums der Finanzen (1997)
1999-2001 Referendariat in München und Schwabmünchen
2002-heute Bertha-von-Suttner-Gymnasium Pfuhl Politik
1991-1999 Ortsvorsitzender der Jungen Union Vöhringen
1999-2005 Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis Neu-Ulm
2002 Stadtrat in Vöhringen (bis. Jan.2014) und Kreisrat Neu-Ulm (bis heute)
2005-2009 Bezirksvorsitzender der JU Schwaben
2008-heute Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion Neu-Ulm
2009-heute Vorsitzender der CSU im Landkreis Neu-Ulm

Verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten

  • Kirchengemeinde
  • Junge Europäer
  • Sport-Club Vöhringen
  • 2004-heute Vorsitzender des BLSV im Sportkreis Neu-Ulm
  • 2012-heute Mitglied im Kuratorium der Bürgerstiftung der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen

Thorsten Freudenberger