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27.01.2014

CSU-Kreisverbandes Neu-Ulm 3. Bürgerforum im Rahmen des Landrats- und Kreistagswahlkampfes 2014

Das Ehrenamt trägt unsere Gesellschaft

Im überfüllten Saal des Gasthauses „Zum Hobel“ in Vöhringen-Illerberg fand das dritte von CSU-Kreisverband und Kreistagsfraktion Neu-Ulm veranstaltete Bürgerforum statt, welches dem Ehrenamt gewidmet war. Nach der Begrüßung der zahlreich erschienen Vertreter von Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen durch den Vorsitzenden Thorsten Freudenberger richtete Ortsvorsitzender Thalhofer ein Grußwort an die Gäste.

„Wertvolles“ Ehrenamt

Richard Ambs, der stellvertretende Vorsitzende der Kreistagsfraktion, führte mit seinem Impulsreferat „Das Ehrenamt trägt unsere Gesellschaft“ in die Thematik ein und moderierte die lebhafte Diskussion. Ambs stellte den hohen Anteil von über 40 Prozent der Bevölkerung heraus, welcher in einem Ehrenamt tätig ist. Nach einer Aufzählung der vielfältigen Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements machte der Referent klar, dass Vieles an positiven Aspekten in unserem Land nur möglich sei, weil es von Ehrenamtlichen geleistet werde. Ohne die freiwillig Tätigen wären viele Dinge einfach nicht bezahlbar, könnten weder vom Staat noch von Kommunen erbracht werden. Die Politik habe die Bedeutung des Ehrenamts längst erkannt und würdige die Leistungen durch Steuerbefreiung der Aufwandsentschädigungen innerhalb bestimmter Grenzen und die gesetzliche Unfallversicherung im Ehrenamt.

Förderung des Ehrenamtes im Landkreis Neu-Ulm

Ambs nannte auch die beeindruckenden Beträge, mit denen der Landkreis alljährlich die Sport- und kulturtragenden Vereine unterstützt und ihre Jugendarbeit fördert.
Zum Schluss stellte er noch die im Landratsamt angesiedelte Freiwilligenagentur „Hand in Hand“ vor und ging auf deren vielgestaltige Arbeit ein, welche unter anderem darin besteht, Neueinsteiger an Vereine und Einrichtungen zu vermitteln, welche Hilfswillige suchen.

Michael Raut – herausragend engagiert für das Rote Kreuz

In einem zweiten Referat berichtete Michael Raut, Landes- und Bezirksbereitschaftsleiter und damit einer der führenden bayerischen Ehrenämtler des Bayerischen Roten Kreuzes, über „Das Ehrenamt im BRK – Leistungen und Grenzen“. Dabei ging er auf die großen Leistungen des BRK, aber auch auf die bürokratischen Beschwernisse der Arbeit in seiner großen Hilfsorganisation ein.

Lebhafte Diskussion

Breiten Raum nahm in den ersten Diskussionsbeiträgen der Wunsch nach einer Anerkennungskultur für das Ehrenamt ein, so zum Beispiel die Einführung einer Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen für Ehrenamtliche. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass es sich um Vergünstigungen im Landkreis selbst handeln sollte, nicht von überregionalen Firmen. Weiterhin wurde die Ehrung herausragend ehrenamtlich Tätiger als möglicher Beitrag für eine Anerkennungskultur besprochen. Es gab auch einen besonderen Dank an den Landkreis für die beispielhafte finanzielle Unterstützung der Vereine und vor allem auch des Kreisjugendringes.
Einerseits wurde hervorgehoben, dass heute im beruflichen Alltag Teamfähigkeit, welche gerade im Mannschaftssport und im Ehrenamt allgemein vermittelt wird, eine immer größere Bedeutung erlangt, anderseits Unternehmungen nicht immer Begeisterung zeigen, wenn Mitarbeiter Aktive bei einer Hilfsorganisation sind. Einsätze von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren, Rot Kreuzlern und Helfern des THW, auch während der Arbeitszeit, seien aber gerade bei größeren Unfällen und Katastrophen unumgänglich. Hier wurde an die Einsicht der Arbeitgeber appelliert.
Von mehreren Vorsitzenden großer Sportvereine wurde auch eine Neuregelung des Gesetzgebers angesprochen, welche für alle in der Jugendarbeit Tätigen ein „Erweitertes Führungszeugnis“ verlangt. Hier wurde bemängelt, dass es hierfür in der Abwicklung noch keine befriedigende Lösung gebe und auch der Datenschutz zu kurz komme. Die Redner bejahten zwar den Schutz der Kinder vor Pädophilen in ihren Einrichtungen, verlangten aber die Beteiligung der Kommunen am Vollzug. Allgemeiner Tenor vieler Klagen war der ausufernde „Bürokratismus“, welcher die Arbeit ehrenamtlicher Vorstände immer mehr erschwere und zeitaufwändiger mache.
In seinem Schlusswort fasste der Kreisvorsitzende und CSU-Landratskandidat die wichtigsten Argumente noch einmal zusammen und bot an, die Punkte, welche nur übergeordnete Gesetzgeber verbessern können, über unsere Abgeordneten dorthin zu transportieren. Freudenberger resümierte mit Blick auf die vielen erschienenen ehrenamtlich Tätigen: „Ehrenamtliche Tätigkeit ist ein sinnstiftendes Einbringen von Freizeit für die Gesellschaft. Sie macht Freude, begeistert und gibt uns viel, sonst könnten wir alle unsere Aufgaben nicht schon seit Jahren oder Jahrzehnten meistern. Danke euch allen!“

Zusammenfassend konnten folgende Ideen als Anregung für die Programmbausteine der CSU aufgenommen werden:
Ehrenamtskarte
Ehrungen für ehrenamtlich Tätige
Ehrenamtszeugnis für junge Menschen
Offenheit von Unternehmen gegenüber ehrenamtlichem Engagement wichtig
sinnvolle, handhabbare und verantwortbare Umsetzung der Forderung nach einem erweiterten Führungszeugnis für Jugendleiter
Vermeidung von Bürokratie für ehrenamtlich tätige Organisationen

Für die Richtigkeit:
Elchingen / Bellenberg / Nersingen-Unterfahlheim, 27.1.2013
Richard Ambs, stellv. CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzender
Roland Bürzle, stellv. Landrat
Thorsten Freudenberger, CSU-Kreisvorsitzender und Landratskandidat

CSU-Kreisverbandes Neu-Ulm 3. Bürgerforum im Rahmen des Landrats- und Kreistagswahlkampfes 2014